Der Bericht „State of Corporate Purpose 2026“ von Benevity zeigt: Unternehmensspenden steigen trotz soziopolitischem Druck um acht Punkte

Steigende Spenden und ein Rekordniveau bei der Freiwilligenarbeit spiegeln das anhaltende Engagement von Unternehmen wider. Doch Lücken bei der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen und bei der Einführung von KI deuten darauf hin, dass es Zeit für eine bewusste Neuausrichtung ist

CALGARY, Alberta, July 10, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Benevity, Inc., der weltweit führende Anbieter von Corporate-Purpose-Software, hat heute seinen sechsten jährlichen Trendreport State of Corporate Purpose veröffentlicht. Demnach stiegen die Unternehmensspenden im Vergleich zum Vorjahr um acht Punkte, während eine Rekordzahl von 1,87 Millionen Mitarbeitern im Jahr 2025 fast 24 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit geleistet hat. Beide Meilensteine wurden erreicht, obwohl Unternehmen in der jüngeren Geschichte einem beispiellosen Druck hinsichtlich ihres Engagements für soziale Ziele ausgesetzt waren. Der Bericht, der von Benevity Impact Labs – dem Labor für soziale Innovation und Forschungszentrum des Unternehmens – erstellt wurde, bringt ein zentrales Spannungsfeld ans Licht: Obwohl der „Corporate Purpose“ den Stresstest bestanden hat, hatten die einzelnen Entscheidungen, die Unternehmen unter diesem Druck trafen, Folgewirkungen für die gemeinnützigen Organisationen, Gemeinschaften und Initiativen, die sie unterstützen.

„Ganz einfach ausgedrückt können Unternehmen angesichts der Pandemie und der Bewegung für Rassengerechtigkeit ihren Unternehmenszweck nicht mehr so gestalten und umsetzen wie noch vor sechs Jahren“, so Sona Khosla, Chief Impact Officer bei Benevity. „Angesichts des anhaltenden Aktionärsaktivismus, neuer politischer Vorschriften und einer verstärkten Kontrolle durch Stakeholder sowie der rasanten Verbreitung von KI mussten Führungskräfte in Unternehmen ihre Vorgehensweise anpassen. Der ‚Corporate Purpose‘ ist heute deutlich stärker an geschäftliche Werte und Ziele geknüpft sowie zunehmend unternehmensweit und dauerhaft ausgerichtet. Die Daten zeigen uns, dass der ‚Corporate Purpose‘ still und bewusst neu definiert wird – und zwar mit weitaus mehr strategischer Ausrichtung und Verantwortlichkeit als je zuvor. Gerade jetzt liegt es in der Verantwortung von Unternehmensführern, dafür zu sorgen, dass das Pendel nicht zu weit in die andere Richtung ausschlägt und die Neuausrichtung allen zugutekommt – auch den gemeinnützigen Organisationen und den Gemeinschaften, die sie unterstützen.“

Der Bericht „State of Corporate Purpose 2026“ analysiert Umfragedaten von Führungskräften im Bereich Corporate Impact aus verschiedenen Branchen, kombiniert mit anonymisierten, aggregierten Daten der Benevity-Plattform und Umfragen unter gemeinnützigen Organisationen.

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Bericht „State of Corporate Purpose 2026“:

  • „Purpose“ hat den Stresstest bestanden, obwohl der Druck aus allen Richtungen kam: Fast drei Viertel der Führungskräfte im Bereich Corporate Impact gaben an, dass das politische und regulatorische Umfeld ihre Strategie direkt beeinflusste, wobei der Druck von Führungskräften und Vorständen (47 %), Mitarbeitern (41 %) sowie Rechts- und Compliance-Teams (39 %) ausging. Dennoch ermöglichte die Benevity-Community allein im Jahr 2025 Gesamtspenden in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar sowie fast 24 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit, von denen 312.000 gemeinnützige Organisationen weltweit profitierten. Der größte Druck auf den „Corporate Purpose“ in der jüngeren Geschichte hat die bislang stärksten Ergebnisse hervorgebracht.
  • Unterstützung seitens der CEOs bleibt erhalten, aber Fördergelder werden umverteilt: Während 94 % der CEOs die Corporate-Purpose-Programme intern weiterhin unterstützen, hat fast zwei Drittel der Unternehmen die geförderten Non-Profit-Organisationen oder Programme gewechselt. Der Anteil der Unternehmen, die angeben, die Förderung für von Minderheiten geführte und auf Chancengleichheit ausgerichtete Non-Profit-Organisationen zu erhöhen, sank von 62 % im Jahr 2024 auf 36 % im Jahr 2026. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der internationalen Entwicklungshilfe von 56 % auf 32 % und der Anteil der Krisenhilfe von 58 % auf 31 %.
  • Vertrauen ist das neue Geschäftsargument für „Corporate Purpose“: Der wichtigste Faktor für unternehmerische Investitionen in soziale Zwecke ist die Absicherung von Reputation und Vertrauen. Infolgedessen stiegen Kommunikation und Storytelling von Platz neun der Investitionsprioritäten im Jahr 2024 auf den zweiten Platz der am schnellsten wachsenden Haushaltsposten im Jahr 2026.
  • Die Belastung für gemeinnützige Organisationen wächst: Im vergangenen Jahr planten 70 % der Unternehmen, die Berichtspflichten für gemeinnützige Organisationen zu reduzieren. Heute gehen lediglich 10 % davon aus, dies zu tun. Nahezu die Hälfte der gemeinnützigen Organisationen bewältigt den zusätzlichen Arbeitsaufwand durch unbezahlte Überstunden ihrer Mitarbeiter, und 49 % geben an, dass Unternehmensspender den damit verbundenen Aufwand selten oder nie finanzieren.
  • Die Einführung von KI beschleunigt sich, doch eine angemessene Zurückhaltung bremst Unternehmen aus: Während 87 % der Führungskräfte im Bereich Corporate Impact glauben, dass KI die Belastung für Non-Profit-Organisationen verringern wird, geben nur 16 % an, dass KI ein fester Bestandteil ihrer Impact-Strategie ist. Zu den größten Bedenken, die eine Nutzung von KI für soziale Zwecke verhindern, gehören Sorgen über die Verstärkung von Verzerrungen bei der Vergabe von Fördergeldern (77 %), der Ausschluss kleinerer Organisationen (75 %) sowie die fehlerhafte Einstufung von Non-Profit-Organisationen mit sensiblen Zielsetzungen (60 %).
  • Freiwilligenarbeit ist die neue Strategie zur Personalentwicklung, jedoch ist der Nutzen für gemeinnützige Organisation fragwürdig: In einer von KI geprägten Welt setzen Unternehmen zunehmend auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter, um wichtige soziale Kompetenzen zu fördern, die am Schreibtisch nicht vermittelt werden können. Dem Bericht zufolge nennen 96 % der großen Unternehmen das Engagement der Mitarbeiter als einen der wichtigsten Gründe für Investitionen in Freiwilligenarbeit – unter anderem, um soziale Bindungen zu stärken (57 % der Unternehmen), Innovationen zu fördern (50 %), Empathie aufzubauen (49 %) und die Kreativität zu steigern (47 %). All dies sind Fähigkeiten, deren Förderung immer wichtiger wird. Da sich Freiwilligenarbeit als wertvoll für Unternehmen erweist, gilt es nun sicherzustellen, dass es auch zum langfristigen Ausbau der Kapazitäten gemeinnütziger Organisationen beiträgt, insbesondere da nur 28 % der Organisationen angeben, dass Freiwilligengruppen regelmäßig Aufgaben übernehmen, die ihren dringendsten Bedarf decken.

„Die Daten in diesem Bericht zeigen eine Branche an einem Wendepunkt, die eine intelligentere Infrastruktur benötigt – nicht nur stärkere Absichtserklärungen“, so Soraya Alexander, CEO von Benevity. „Die hier offengelegten kritischen Defizite – bei der Einführung von KI, der Bewältigung von Compliance-Vorgaben und der Unterstützung von Non-Profit-Organisationen – erfordern einen bewussteren und intelligenteren Ansatz für den ‚Corporate Purpose‘. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass Unternehmen über die KI-nativen Tools, Richtlinienkontrollen und Due-Diligence-Leitplanken verfügen, um voller Vertrauen voranzugehen – und dass Non-Profit-Organisationen durch das, was als Nächstes kommt, unterstützt und nicht zusätzlich belastet werden.“

Den vollständigen Bericht „State of Corporate Purpose 2026“ finden Sie unter: https://benevity.com/state-of-corporate-purpose/2026 oder einen umfassenden Überblick über das Unternehmensspendenwesen im Jahr 2025 finden Sie im Benevity 2025 Annual Impact Report.

Über Benevity
Benevity, eine zertifizierte B Corporation, ist der weltweit führende Anbieter von Enterprise-Social-Impact-Software. Die Plattform ermöglicht Spenden von Mitarbeitern, Freiwilligenarbeit, Fördermittelvergabe sowie die Mobilisierung von Mitarbeitern – unterstützt durch intelligente Erkenntnisse und eine sichere, globale Infrastruktur. Die Enterprise Impact Platform von Benevity ermöglicht es den zielstrebigsten Unternehmen der Welt, soziale Unternehmensverantwortung nahtlos in ihre Kerngeschäftsstrategie zu integrieren – und so messbare, skalierbare und nachhaltige Auswirkungen zu erzielen. Benevity hat seit 2008 über 560.000 gemeinnützige Organisationen mit mehr als 36 Milliarden US-Dollar unterstützt und über 7,7 Millionen Changemaker weltweit aktiviert. So hilft Benevity Unternehmen, Vertrauen aufzubauen, Mitarbeiter zu engagieren, die Mitarbeiterbindung zu steigern und Innovationen voranzutreiben. Weitere Informationen finden Sie auf www.benevity.com.

Über Benevity Impact Labs
Benevity Impact Labs ist ein Social-Innovation-Lab, das neue Daten, Forschungsergebnisse und Erkenntnisse bereitstellt, um Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Einzelpersonen dabei zu unterstützen, ihre Bemühungen um soziale Wirkung und Inklusion zu beschleunigen. Dank seines einzigartigen Zugangs zu den weltweit bekanntesten Marken kombiniert Benevity Impact Labs die fundierten Daten und Erkenntnisse von Benevity mit Forschungsergebnissen von Drittanbietern, um über die wichtigsten Trends zu berichten, die die Unternehmensziele prägen, und um den Wert des sozialen Engagements messbar zu belegen. Weitere Informationen finden Sie unter benevity.com/research.

Über den State of Corporate Purpose 2026
Der Bericht „State of Corporate Purpose 2026“, der von Benevity Impact Labs herausgegeben wird, analysiert die Antworten einer weltweiten Umfrage unter mehr als 400 Führungskräften im Bereich Corporate Impact aus verschiedenen Branchen sowie anonymisierte und aggregierte Daten der Benevity-Plattform, Umfragen unter gemeinnützigen Organisationen und Forschungsergebnisse von Drittanbietern. Der vollständige Bericht ist verfügbar unter benevity.com/research.

Kontakt: press@benevity.com


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